Montag, 3. Mai 2010

Zum Dritten...

Es ist zum Ausrasten: Heut morgen wurde ich zum dritten Mal innert einem Monat zu Fall gebracht, weil Autofahrer die Vortrittsregeln nicht kennen. Diesmal setzte es für das Auto der rücksichtslosen Tussi einen satten Fusstritt ab. Und das nächste Mal?

Am 1. April wurde ich auf dem Weg zum Bahnhof beim Linksabbiegen von einem definitiv nicht vortrittsberechtigten, ebenfalls nach links abbiegenden Auto geschnitten und "abgeschossen" (siehe Blog-Eintrag "Stossstange geküsst"). Die Bilanz: Ein sündteures Test-Vorderrad (DT Tricon RR1450) deformiert, ein Brillenglas so zerkratzt, dass es ersetzt werden muss, sowie Knie und Schienbeinkopf links geprellt. Seit vergangenem Freitag habe ich wieder ein neues Vorderrad im Haus, ein dickes Dankeschön an DT Swiss für die rasche und korrekte Abwicklung dieses Falls noch an dieser Stelle.

Am Freitag per DHL angeliefert, zum Glück heut Morgen noch nicht montiert:
Das neue Ersatzrad von DT Swiss.

Etwas über zwei Wochen später geschah mir an einem frühen Sonntagabend die selbe Scheisse nochmals, bloss dass ich diesmal nicht mit dem Rennrad, sondern mit dem groben Freerider unterwegs war. Wieder bog ich links ab, diesmal gleich beim Gaswerk ums Eck, wieder nahm mir ein Auto von links und auch noch aus einer Tempo-30-Zone kommend voll den Vortritt. Mit dem Unterschied, dass ich dank der brachialen Bremsen am Freerider zwar eine Kollision, nicht aber einen Sturz vermeiden konnte. Und die fehlbare Autofahrerin mit Kraftausdrücken belegte, die nicht sonntagsreif waren. Die dumme Trine fand ihrerseits bloss, was ich mich so aufrege, es sei doch nichts passiert.

Erst die Vorstufe: Wer noch auf dem Rad sitzt, wenn er sich über
rücksichtslose Blechkutscher aufregt, hats definitiv besser als ich.

Nun, heut Morgen fuhr ich auf dem Renner durch die 30er-Zone, zum Brötchenholen. Ausm Augenwinkel sah ich noch, wie ein schwarzer Nissan Micra rückwärts aus einer Parklücke rollte. Der Rest ist ja wohl klar: Die Fahrerin setzte ihren Wagen OHNE zu gucken quer über die Fahrbahn zurück, liess mir zwischen Auto und Randstein keinen Platz mehr und provozierte so einen Sturz. Doch es kam noch schlimmer: Diese Trulla, mit Zigarette im Mundwinkel und einer Kollegin neben sich, meinte noch schnippisch, sie habe im Fall geguckt, ob etwas komme. Und ich solle mich gefälligst nicht so aufregen. Nach diesem arroganten Satz knallte die Sohle meines rechten Schuhs mit Schmackes in die Heckklappe des Nissans, begleitet von einer dringenden Aufforderung an die Schlampe, ihre Augen künftig offen zu halten. Und die Klappe zu.

Macht innert Monatsfrist drei Unfälle, weil Automobilisten einem als Radfahrer den Vortritt verweigern. Wenn ich dann all das Geklöne über die angeblich gesetzes- und rücksichtslosen Velofahrer lese, kommt mir echt die Galle hoch. Und wenn mich nochmals so eine Nase in naher Zukunft abschiesst, wirds in der Zeitung stehen. Aus einem einfachen Grund: Weil ich dem fehlbaren Fahrer dann wirklich mein Bügelschloss um die Ohren hauen werde. Genug ist genug, und diese hirnverbrannten Blechkutscher gefährden schliesslich meine Gesundheit.

Kommentare:

  1. ich fühle mit dir. hatte heute 3 "near misses". jedesmal knappes überholen. das nonplusultra war die 2te dosenlenkerin - sie schnitt nach dem überholen superknapp wieder nach rechts und hat mich beinahe in eine bauschranke geknallt. ich empfehle das abus granit plus. liegt mit ca. 1.5 kg gut in der hand...

    AntwortenLöschen
  2. Schöner Artikel von einem Choleriker. Wie leicht ist es über Frauen herzufallen.......aber pimpern da wird nichts ausgelassen!

    AntwortenLöschen
  3. @ den zweiten Kommentarschreiber

    Ach so, wenn man also mutwillige Körperverletzungs-Versuche nicht stoisch über sich ergehen lässt, ist man ein Choleriker?

    Ich lege Wert auf die Feststellung, dass mein Unmut sich gegen gedanken- oder rücksichtslose Autofahrer richtet, die schwächere Verkehrsteilnehmer gefährden. Eine Hetze gegen Frauen vermag ich nicht zu erkennen.

    Ferner nähme mich schon noch Wunder, was als Basis für die Behauptung "Pimpern da wird nichts ausgelassen" dienen soll. Das entspricht nicht wirklich dem real praktizierten Sexualverhalten des Autors.

    AntwortenLöschen
  4. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen